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„Ich dachte, ich hätte schon alles gesehen - und dann kam Still-Leben!"

Heute schauen wir zum zweiten Mal hinter die Kulissen von Straßen.NRW. Hans Kuchenbecker, Leiter der Autobahnmeisterei Dortmund, berichtet von den besonderen Herausforderungen, die das Projekt für ihn und seine Mitarbeiter mit sich bringt: von Brücken, Lücken und den kleinen Tücken der Autobahn.

Was sind Ihre Aufgaben im Rahmen des Projekts „Still-Leben Ruhrschnellweg"?
Unsere Hauptaufgabe ist es, die A40 / B1 für den 18. Juli zu einer sicheren Veranstaltungsfläche zu machen. Man denkt zunächst, das könne bei einer offenen, asphaltierten Strecke doch kein Problem sein, aber man darf nicht vergessen: Die Autobahn ist nicht für Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater gebaut worden. Der Teufel steckt hier im Detail.


„Ich dachte, ich hätte schon alles gesehen - und dann kam Still-Leben!" Hans Kuchenbecker, berichtet von den besonderen Herausforderungen des Projekts. Foto: TAS Emotional Marketing GmbH


Was sind das für Details?
Nun, nehmen wir zum Beispiel die Mobilitätsspur. Man könnte meinen, eine Autobahn sei wie geschaffen zum Inlinerfahren. Gerade, breit, asphaltiert. Soweit stimmt das auch, allerdings kann es z.B. an Brücken zu Problemen kommen. Denn da sich eine Brücke bei Kälte um mehrere Zentimeter zusammenziehen und bei Wärme wieder ausdehnen kann, sind an den Rändern der Brücken so genannte Dehnungsfugen in die Straße eingelassen. Diese Fugen sind aus Kunststoff und bremsen einen Inlineskater innerhalb kürzester Zeit massiv ab, was zu Stürzen führen kann. Auf diese Gefahrenstellen muss hingewiesen werden.
Ein weiteres Beispiel sind Brückengeländer am Autobahnrand. Für Autos ist es völlig ausreichend, wenn diese Geländer aus zwei parallelen Streben bestehen. Für Fußgänger sind solche Geländer aber nicht sicher genug, da zwischen den Streben eine große Lücke bleibt, durch die man im Zweifelsfall hindurch fallen kann. Es ist also unsere Aufgabe, diese Brückengeländer auch für Fußgänger entsprechend abzusichern.


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