
Hinter den Kulissen kommen in dieser Woche die Menschen zu Wort, die mit der gesamten Organisation und Koordination des Projekts „Still-Leben Ruhrschnellweg" betraut sind: Ralph Kindel, Projektleiter bei der RUHR.2010 GmbH, sowie Gundula Beck, Projektverantwortliche bei der Agentur TAS Emotional Marketing, die mit der Projektplanung und -umsetzung beauftragt ist. Gemeinsam sprechen sie über das Projekt, ihre Aufgaben und die ansteckende Begeisterung, die von „Still-Leben Ruhrschnellweg" ausgeht.

RUHR.2010 Projektleiter Ralph Kindel beim ersten Probeaufbau im September 2009 / Bild: TAS Emotional Marketing GmbH
Herr Kindel, wie sind Sie dazu gekommen, als Projektleiter bei RUHR.2010 die Organisation von „Still-Leben Ruhrschnellweg" zu übernehmen?
R.K.: Ich komme aus dem Bereich Veranstaltungsmanagement und habe, bevor ich zu RUHR.2010 kam, schon andere Großveranstaltungen wie u.a. den NRW-Tag als Projektleiter umgesetzt. Dabei ging es - wenn auch in etwas kleinerem Ausmaß - ebenfalls um Inhalte wie den Aspekt der Alltagskultur und die Aktivierung der Bevölkerung für ihre Region. Im Jahr 2008 bin ich dann zu RUHR.2010 gewechselt und war u.a. auch schon zu Beginn des Kulturhauptstadtjahres für die Eröffnungsfeier auf Zollverein zuständig.
Wieso wurde die Agentur TAS mit der Umsetzung beauftragt?
R.K.: Von Anfang an war klar, dass dieser „Fetisch für Logistiker" nur mit der Unterstützung eines großen und erfahrenen Partners umgesetzt werden kann. Wir selbst hätten nicht die nötigen Kapazitäten gehabt, um „Still-Leben" in Eigenregie zu organisieren. Anfang 2009 starteten wir deshalb eine internationale Ausschreibung zur Wahl der richtigen Agentur. In einem mehrstufigen Verfahren hat TAS sich durchgesetzt und uns überzeugt. Es war uns deshalb eine Freude, schließlich im Mai 2009 der Agentur TAS, einem Essener Unternehmen, den Zuschlag geben zu können.
G.B.: Es gibt Projekte, von denen hört man und man denkt sich sofort: „Das will ich machen!". So ging es uns bei TAS mit „Still-Leben Ruhrschnellweg". Wir haben die Entwicklungen rund um „Still-Leben" von Anfang an mit großem Enthusiasmus verfolgt und direkt schon angefangen, Ideen zu entwickeln, wie so etwas umzusetzen wäre. Wir haben viel Herzblut in die Ausschreibung gesteckt und sehr deutlich gezeigt, dass wir wirklich großes emotionales Interesse an dem Projekt haben. Und Herr Kindel weiß das, denn er hat alles gelesen!
Frau Beck, welches sind die Hauptaufgaben, die im Rahmen der Projektorganisation anfallen?
G.B.: Grob gesagt läuft bei uns die gesamte Planung zusammen: Die logistische und technische Planung umfasst z.B. die Aufplanung der Autobahn - immerhin haben wir eine Veranstaltungsfläche von 60 Kilometern, die abgesichert und durchgeplant werden muss. Dazu muss unter anderem jeder einzelne Tisch, jede Bank und jedes Schild eingezeichnet und auf der Strecke verortet werden. Das spezielle Beschilderungskonzept, das den Besuchern am 18. Juli Orientierung auf dem Ruhrschnellweg bieten soll, haben wir auch entwickelt.
Ein weiterer großer Bereich ist die Personalplanung: Wir haben vom 17. bis zum 19. Juli rund 8.000 Helfer im Einsatz - nur zum Vergleich: Das sind ungefähr so viele Menschen wie die Einwohner einer Kleinstadt.
Das Technische Hilfswerk stellt viele Helfer, allerdings müssen auch zahlreiche Volunteers rekrutiert und geschult werden - auch das fällt in unseren Aufgabenbereich.
Darüber hinaus betreuen wir die Ausschreibungen für die verschiedenen Gewerke, erstellen ein Entsorgungskonzept zur abschließenden Reinigung der Strecke und auch die Absprachen mit allen Städten und weiteren Beteiligten und das Teilnehmermanagement liegen bei uns. Ich glaube ich könnte noch stundenlang weiter erzählen, aber als kleiner Eindruck sollte das erstmal genügen.
Das alles geschieht in enger Abstimmung mit Herrn Kindel und der RUHR.2010 - und mit anderen Abteilungen von TAS. Denn neben der Projektplanung und -umsetzung wird bei uns im Haus auch die Sponsorenakquise und -betreuung sowie die Programmierung und Pflege der Projektwebsite abgewickelt und unsere PR-Abteilung unterstützt außerdem die Kommunikation von „Still-Leben". Gemeinsam mit der RUHR.2010 sind wir ein ausgezeichnetes Team!