
Nur noch wenige Tage verbleiben bis zum großen Höhepunkt des Kulturhauptstadtjahres: Still-Leben Ruhrschnellweg ist da! Heute berichtet Jens Herre für „Hinter den Kulissen" von seinen Aufgaben. Zusammen mit seiner Kollegin Daniela Böing wurde er vom Sponsoringpartner HOCHTIEF aufgrund seiner Veranstaltungskompetenz an die RUHR.2010 GmbH „ausgeliehen" und arbeitet als Projektmanager intensiv für das außergewöhnliche Kulturhauptstadtprojekt. Rund um den 18. Juli betreut er als Gebietsleiter den Auf- und Abbau - möchte die Veranstaltung aber trotzdem nicht verschlafen!
Seit wann sind Sie bei RUHR.2010 mit im Boot und seit wann befassen Sie sich mit Still-Leben?
Im August 2009 habe ich bei RUHR.2010 angefangen und war von Anfang an in das Projekt „Still-Leben Ruhrschnellweg" involviert. Dann habe ich mich mehrere Monate lang maßgeblich um die Eröffnungsfeier des Kulturhauptstadtjahres auf Zollverein gekümmert und bin danach wieder in die Still-Leben-Planung eingestiegen. Ich bin wie Ralph Kindel und Daniela Böing im Veranstaltungsmanagement tätig und betreue hauptsächlich den Bereich Veranstaltungstechnik.

Personelle Unterstützung von HOCHTIEF vor Ort: Daniela Böing an der A40 und Jens Herre auf dem Gelände von Zeche Zollverein. / Fotos: Christoph Schroll, HOCHTIEF
Am 18. Juli sind Sie nun „Gebietsleiter". Was kann man sich darunter vorstellen?
Um das Projekt etwas greifbarer und übersichtlicher zu machen haben wir die gesamten 60 Kilometer Autobahn in sechs Einzelgebiete à 10 Kilometer und diese wiederum in 1-Kilometer-Abschnitte unterteilt. Jeder Gebietsleiter verantwortet einen 10-Kilometer-Abschnitt und koordiniert dort die einzelnen Kilometer-Supervisor sowie die Anschlussstellen-Supervisor. Da keiner von uns 31 Stunden lang durcharbeiten kann, gibt es verschiedene Gebietsleiter für den Auf- und Abbau und für den Veranstaltungstag. Ich bin am Wochenende Auf- und Abbau-Gebietsleiter für den Bereich Mülheim.
Was sind Ihre Aufgaben, was muss alles aufgebaut werden?
Meine Schicht beginnt am 17. Juli in den frühen Abendstunden. Ich werde mich im Logistikpoint in Mülheim-Styrum aufhalten und von dort aus die Fäden in der Hand halten. Die Supervisor auf der Strecke sind dabei so etwas wie meine „verlängerten Arme, Augen und Ohren". Um 22 Uhr wird die Strecke gesperrt und dann beginnen wir mit dem Aufbau: zunächst natürlich die Tische und Bänke, ganz wichtig ist aber auch die gesamte Beschilderung. Sie dient nämlich nicht nur den Besuchern am 18. Juli zur Orientierung, sondern zeigt auch allen Gewerken wie z.B. dem Sanitärdienstleister an, wo was aufgebaut werden muss. Danach folgen weitere Maßnahmen wie Sicherheitsabsperrungen - z.B. an Brücken oder Gräben - , der Schutz von Autobahntechnik wie LKW-Maut-Anlagen, Blitzgeräten, Messegräten in Tunnels und so weiter. In meinem Bereich werden außerdem auch zwei Bühnen stehen, die aufgebaut werden müssen. Am Morgen bauen schließlich die Sponsoren ihre Präsenz auf der Strecke auf, so beispielsweise auch EDEKA mit knapp 100 Versorgungs-LKW.