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„Wir machen die A40 wieder sauber!"

Auch die Entsorgung spielt während und insbesondere nach „Still-Leben Ruhrschnellweg" eine bedeutende Rolle. Stellvertretend für alle Entsorgungsbetriebe entlang der A40/B1 geben heute Werner Meys, Geschäftsführer des Umweltservice Bochum, Thomas Patermann, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe Duisburg und Rolf Friesewinkel, Leiter Geschäftsbereiche Entsorgung und Straßenreinigung der Entsorgungsbetriebe Essen einen Blick hinter die Kulissen.

Waren Sie von Anfang an in das Projekt „Still-Leben Ruhrschnellweg" involviert?
Werner Meys: Ja, das kann man sagen. Im August 2008 wurde uns von Professor Scheytt die Grundidee von Still-Leben Ruhrschnellweg vorgetragen. Unsere Reaktion war positiv und weniger erstaunt als die von manch anderen Beteiligten. Für uns ist das Projekt vom Arbeitsaufkommen her nicht so ungewöhnlich. Der einzige Unterschied zu anderen Veranstaltungen liegt - natürlich neben der besonderen Idee - in der Länge der Strecke und in der Zusammenarbeit mit den anderen Entsorgungsbetrieben.
Rolf Friesewinkel: Nach diesem ersten Termin haben wir eine Arbeitsgemeinschaft der Anrainerstädte entlang des Ruhrschnellwegs gebildet, unsere „A40-Connection". Die Aufgabe, die beim Still-Leben auf uns zukommt, ist sehr interessant: Jeder arbeitet für sich, in seinem Abschnitt, mit seinen Mitarbeitern und seinen Methoden. Und dennoch ziehen wir alle gemeinsam an einem Strang und stehen in ganz enger Abstimmung.



Auch die Entsorgung durfte bei der Generalprobe am 15./16. Mai nicht fehlen. / Foto: Thorsten Indra


Was sind konkret Ihre Aufgaben im Rahmen des Projekts?
W.M.: Natürlich war die Vorplanung ein ganz wichtiges Thema. Das erste Konzept zum Thema Straßenreinigung und Sammlung kam von der RUHR.2010 und von TAS. Das haben wir dann gemeinsam weiterentwickelt und um unsere eigenen Erfahrungen ergänzt. Daraus ist ein umfangreiches Entsorgungskonzept entstanden, das nun bis zum 18. Juli umgesetzt wird. Vorab wird die gesamte Strecke einmal durch Straßen.NRW gereinigt und das Begleitgrün wird geschnitten. Unser Part befasst sich mit den drei Bereichen Müllvermeidung im Vorfeld der Veranstaltung, Entsorgung während und Reinigung nach der Veranstaltung.
Thomas Patermann: Das Konzept umfasst zunächst das Aufstellen von Abfallbehältern und Deckelcontainern, allein auf der Tischspur rund 1.200 Stück. Zusätzlich werden auf beiden Spuren in den Auf- und Abfahrtsbereichen gesamt etwa 500 große Container positioniert. Während der Veranstaltung sollen bereits Zwischenleerungen der Abfallbehälter erfolgen und grobe Verunreinigungen auf der Strecke sollen direkt beseitigt werden. Das Straßenbegleitgrün, also der Mittelstreifen sowie der Randbereich der Böschungen wird gereinigt. Und natürlich umfasst das Konzept am Ende von Still-Leben unsere Hauptaufgabe: die Reinigung der gesamten gesperrten Strecke der A40/B1 von Duisburg bis Dortmund. Schließlich muss die Autobahn am Montag früh wieder ohne Probleme vom alltäglichen Verkehr genutzt werden können.


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