
Noch ca. 11 Wochen sind es bis zum großen Fest der Alltagskulturen auf der A40 / B1. 20.000 Tische auf der Tischspur in Richtung Duisburg, mehrere hunderttausend Fahrradfahrer und Inlineskater auf der Mobilitätsspur in Richtung Dortmund. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) engagiert sich im Rahmen von „Still-Leben Ruhrschnellweg" auf der Mobilitätsspur. Werner Wülfing ist Mitglied des ADFC-Landesvorstands und insbesondere mit der Planung der Aktivitäten für Still-Leben betraut. Heute gewährt er uns einen Blick hinter die Kulissen, erzählt von spektakulären Fahrrädern und dem längsten Fahrradmuseum der Welt.

Werner Wülfing ist Mitglied des ADFC-Landesvorstands und insbesondere mit der Planung der Aktivitäten für Still-Leben betraut. / Foto: TAS Emotial Marketing GmbH
Wie war Ihre erste Begegnung mit dem Projekt Still-Leben?
Das war im Rahmen einer Landesvorstandssitzung, in der uns das Projekt vorgestellt wurde. Als begeisterter Radfahrer habe ich mich zunächst einmal über die tolle Idee gefreut: Einmal auf einer Autobahn Fahrrad zu fahren, das wird bestimmt Spaß machen und viele Leute anziehen. Als dann klar wurde, dass am 18. Juli rund 250.000 Radfahrer erwartet werden, der ADFC diese auf der Mobilitätsspur betreuen soll und ich dabei eine nicht unbedeutende planerische Rolle spielen würde, habe ich angefangen zu ahnen, was wir in diesem Zusammenhang alles zu tun bekommen.
Wann und weshalb hat der ADFC sich entschlossen, das Projekt zu unterstützen?
Da mussten wir nicht lange überlegen: Allen war klar, dass man so ein Mega-Ereignis für den Radverkehr nicht verstreichen lassen kann, ohne sich daran zu beteiligen. Wenn wir als stärkste Fahrradorganisation Europas beim Still-Leben nicht dabei sind - wer dann? Und wir freuen uns auch über die Chance, unsere vereinsinterne Struktur zu stärken und die Aktiven aus anderen Kreisverbänden besser kennen zu lernen. Denn meistens bleibt man in einer Stadt ja doch eher für sich, ruhrgebietsübergreifende Radveranstaltungen sind selten - und so ein Projekt wie „Still-Leben Ruhrschnellweg" haben wir überhaupt noch nie erlebt.